Sehr lange Zeit habe ich nach einem Fütterungsautomaten gesucht, den man auch für zwei Katzen auf einmal verwenden kann, und fand nichts Geeignetes – bis ich endlich auf den PetPod gestoßen bin. Ich habe ihn mir gleich bestellt und hier folgt mein ausführlicher Test, in dem ich meine Erfahrungen beschreibe.

Die Anforderung

Unsere Kater sind nun fast vier Jahre alt und werden nur noch zweimal am Tag gefüttert. Vielen Katzen kann man angeblich etwas Trockenfutter hinstellen, von dem sie dann tagsüber essen, wenn sie Hunger haben – das geht bei unsere nicht. Wenn Garrus und Wrex etwas zu Essen in die Quere kommt, wird es sofort verschlungen. Das bedeutet also, wenn wir sie zweimal am Tag füttern, essen sie auch nur zweimal am Tag.

Generell scheint die Literatur sich einig, dass es akzeptabel ist, seine erwachsenen Kater nur zweimal am Tag zu füttern, wobei es allerdings besser wäre, sie öfter zu füttern. In der freien Natur fangen sie sich nämlich den Tag über mehrere Häppchen (ein Vöglein hier, eine Maus da), was folglich ihr natürlicher Fütterungsrhythmus ist.

Es sollte also ein Futterautomat her, der den Katern zweimal am Tag zusätzlich einen kleinen Snack anbieten kann.

Das Angebot

Wenn man nach einem Futterautomat für zwei Katzen sucht, wird einem ständig der SureFeed Futterautomat (Partnerlink) vorgeschlagen. Dieser hat einen Bügel mit einem Mikrochip-Leser, sodass man einstellen kann, dass sich die Klappe, die das Futter verdeckt, nur für einen bestimmten Mikrochip öffnen soll. Die Katzen müssen also gechipt sein – das sind unsere auch. Das Problem: Selbst wenn durch den Mikrochip-Leser jeder Kater sein eigenes Futter hat und Wrex nicht die Mahlzeiten von Garrus wegessen kann, würden unsere Kater sofort alles aufessen und hätten später trotzdem keinen Snack mehr übrig. Es fehlt also eine Timerfunktion. Damit ist der SureFeed schon mal raus.

Option 2, auf die ich nach langem Googeln gestoßen bin, war der Futterautomat “PetSafe” (Partnerlink), der deutlich über 100,- EUR kostet. Eigentlich ist er nur für eine Katze ausgelegt, aber durch ein Teil aus dem 3D-Drucker, das es zeitweise auch bei Amazon (Partnerlink) gab, hätte man hier quasi eine Lösung für zwei Katzen schaffen können. Das Teil aus dem 3D-Drucker kostete allerdings um die 20,- EUR für ein Stück Plastik, und man hätte es erstmal nur aus den USA bestellen können. Generell also sehr teuer in der Anschaffung, wobei mir der Ansatz, durch ein 3D-gedrucktes Teil etwas Ungeeignetes geeignet zu machen, schon gefällt.

Fütterungsautomaten
Unsere Futterautomaten: Amzdeal, petPod, Trixie TX1. Nur der petPod eignet sich für 2 Katzen.

Option 3 wäre gewesen, zwei Fütterungsautomaten vom Typ Trixie TX2 (Partnerlink) anzuschaffen. Mit um die 15,- EUR ist er recht günstig in der Anschaffung, auch wenn man zwei nimmt. Wir haben auch bereits einen, der wunderbar funktionierte, bis ein Kater ihn mal aus dem Regal geschmissen hat und der Drehknopf für den Timer abgebrochen ist. Das Problem mit dem Trixie-Futterautomat war immer, dass er zwar eine relativ große Fläche hat, wenn er aufgeht und auch viel Futter hineingeht, aber man war nie sicher, ob beide Kater Futter abbekamen oder ob einer alles verschlungen hat und der andere traurig daneben saß. Man hätte also zwei gebraucht, aber diese Option scheitert daran, dass der Trixie TX2 nur eine “analoge” Zeitschaltuhr hat – im Prinzip also ein kleines Rad, mit dem man die Stunden bis zum Öffnen einstellen kann. Wenn man die Zeit um 10 Uhr einstellt und will, dass der Automat sich um 15 Uhr öffnet, stellt man es eben auf 5 Stunden, dann tickt es langsam die Zeit herunter. (Es tickt tatsächlich hörbar. Das mag auch nicht jeder.)

Das Problem ist, dass man den Automaten nicht auf die Sekunde genau einstellen kann, was natürlich kontraproduktiv ist, wenn man zwei Katzen füttern will. Wenn eine Klappe nach 4 Stunden und 55 Minuten aufgeht und der dominante Kater sich daraufstürzt und die andere Klappe geht nach 5 Stunden auf, kann dieser gleich weiterfressen und der andere Kater ist hungrig. Also auch diese Option ist nicht so ideal.

Dann habe ich aber endlich vor ca. zwei Wochen den Futterautomaten “PetPod” (Partnerlink) entdeckt, der nun alle Anforderungen erfüllt: Mit damals 65,- EUR (derzeit nur 50,- EUR, wenn ich das gewusst hätte…) war er zwar teuer, aber billiger als der Riesenautomat mit 3D-Teil, der mindestens doppelt so viel gekostet hätte. Einen Chipleser hat er nicht, dafür zwei Schüsseln. Und die eingebaute Zeitschaltuhr ist digital, sodass sich beide Klappen auf die Sekunde genau gleichzeitig öffnen lassen. Ich hatte eigentlich nur Bedenken, ob die Kater den Automaten “knacken” könnten, da die Amazon-Bewertungen sich hier uneinig waren. Aber einen Versuch war es wert.

Noch eine Anmerkung zum Namen: Auf der Verpackung steht petPod, man findet ihn auf Amazon aber auch unter dem Namen “PetSafe Futterautomat” und “Nobby petPod”. Hier lohnt sich ein Preisvergleich, bevor man sich für einen von beiden entscheidet.

Der erste Eindruck

petPod eingepackt
Der PetPod in der Verpackung.
Petpod Test
Mit Anleitung.

Der PetPod kam schnell und gut verpackt an. Mit dabei war eine Anleitung, die die Programmierung erklärt. Nicht enthalten ware die Batterien. Er braucht zwei AA-Batterien – wir haben es erst mit Akkus probiert, aber die hielten nicht sehr lang. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass all unsere Akkus schon etwas älter sind, oder ob der PetPod eines der Geräte ist, die mit Akkus nicht zurecht kommen, weil sie statt der 1,2 Volt Spannung von Akkus die 1,5 Volt von Einwegbatterien brauchen. Vermutlich letzteres, denn in der Anleitung steht tatsächlich angemerkt, dass man keine Akkus für das Gerät verwenden soll.

petpod Batteriefach
Für das Batteriefach benötigt man einen Schraubendreher.

Die Batterien kommen hinten hinein, dafür benötigt man einen Schraubendreher. Im Vergleich mit dem Trixie TX2 gehen die Batterien hier aber sehr bequem hinein. Das war beim Trixie TX2 immer ein nerviger Akt, weil das Batteriefach so knapp bemessen war, dass man sich beim Versuch, die alten Batterien rauszubekommen, immer alle Fingernägel abgebrochen hat. Hier ist das gar nicht so.

Petpod von oben
Digitale Anzeige und vier Knöpfe.

Das Einstellen der Uhr und des Timers geht denkbar einfach und ist in der Anleitung auch gut beschrieben. Über den Knopf unten rechts kann man anwählen, was man ändern will, und über den Knopf oben links stellt man die Uhrzeit um. Man kann für beide Futterklappen die gleiche Zeit einstellen, wenn man beide Kater füttern will, ansonsten lassen sich auch unterschiedliche Zeiten einstellen. Außerdem kann man den Tag einstellen – ich habe es auf täglich gestellt und ändere nach jeder Neubefüllung einfach die Ausgabezeit.

Wichtig ist beim Füttern von zwei Katzen, dass unter der Stundenanzeige auch beide Klappensymbole angezeigt werden. Sonst öffnet sich nur eine. Aber wie gesagt, die Einstellung ist denkbar einfach und bequem, da kann man wirklich nicht meckern.

Petpod geöffnet
Die Fächer lassen sich herausnehmen und leicht waschen.

Die Plastikfächer machen einen stabilen Eindruck. Sie lassen sich herausnehmen und so kann man sie gut zwischen den Fütterungen abspülen. Die Klappen werden übrigens über einen Knopf geöffnet und geschlossen – der Knopf oben links schließt die linke Klappe, der oben rechts die rechte. Da hört man den Mechanismus brummen und die Klappe geht recht fest zu. Ich erwähne das hauptsächlich deshalb, weil bei Rezensionen auf Amazon einige Leute meinten, die Klappen ließen sich total leicht öffnen, wobei nicht klar war, ob diese das Gerät wirklich mit dem Knopf geschlossen hatten oder ob sie die Klappe einfach zugedrückt haben. Es geht also alles auf Knopfdruck und nichts muss mit Gewalt zugedrückt werden.

Ich fülle den petPod mit Trockenfutter – nachdem er ja geschlossen und damit geschützt ist, ließe sich vielleicht auch Nassfutter hineintun, je nachdem, wie lang man es darin lassen möchte. Der Automat hat aber keine Kühlfunktion und ich denke, er ist hauptsächlich auf Trockenfutter ausgelegt.

Die Eingewöhnung

Die große Frage war nun also, wie die Kater mit dem Gerät zurecht kommen. Die Rezensionen waren etwas unklar, und meine Kater haben immer ein großes Bedürfnis, alles zu zerlegen, wenn Futter darin ist. Wie gewöhnt man seine Katzen also an den Futterautomaten?

Zuerst habe ich ihn einfach beladen und hingestellt, was die Kater nicht tolerieren wollten. Für sie war das Ding ein Spielzeug, das geknackt werden wollte. Ich habe ihre Versuche mit meiner IP-Kamera beobachtet.

Katze, PetPod, StickyPaws
Bekleben mit StickyPaws

Ich habe sie erstmal machen lassen in der Hoffnung, dass sie bald das Interesse verlieren, aber unsere Wohnung ist dafür nicht groß genug und bei dem Lärm konnte ich nicht schlafen. Ich habe den Automaten also auf ein flauschige Matte gelegt in der Hoffnung, dass er dann nicht mehr so laut auf den Boden knallt. Außerdem habe ich das Gerät mit StickyPaws (Partnerlink) beklebt – das ist nichts anderes als doppelseitiges Klebeband in dicken Streifen. Die helfen auch, wenn man sie an sein Sofa klebt, damit die Katzen nicht mehr am Sofa kratzen.

PetPod im Katzenangriff
Nachts haben sie die Klappe oben aufgebracht.

Aber auch mit StickyPaws haben sie noch an dem Gerät herumgekratzt und vor allem auch die kleine Plastikklappe oben aufgebracht. Ist die erstmal offen, müssten sie nur den richtigen Knopf drücken, um ans Futter zu kommen. Aber so schnell gebe ich natürlich nicht auf. Ich habe unser doppelseitiges Klebeband (stark klebend!) aus der Schublade geholt (so was (Partnerlink)) und ging erneut munter ans Werk.

Beklebter Futterautomat
Pfoten weg!

Jetzt war also der Kampf entbrannt – Kater gegen Klebeband. Erstmal haben sie es trotz allem geschafft, eines der Fächer zu knacken. Da es nicht ganz offen war und auch der Deckel oben nicht offen war, nehme ich an, das war ein reiner Gewaltakt und kein zufälliges Drücken des richtigen Knopfes.

Geöffneter Automat
Klappe über den Knöpfen zu, Fach nur halb offen.

Dem habe ich mit noch mehr Klebeband entgegengewirkt. Die beiden Mulden vorne unten, die eigentlich nur zum Herausnehmen der Schalen nützen, sind sicher ein guter Ansatzpunkt für Katzenkrallen – also wurden sie verklebt. Die Knopfabdeckung wurde ebenfalls feste verklebt. Und siehe da, es half!

Irgendwann war ihnen das ganze zu klebrig und sie haben wohl mitbekommen, dass die Klappe auch von selbst irgendwann aufgeht. Und die Kamera bestätigt: Wenn sich beide Fächer gleichzeitig öffnen, sitzen auch beide Kater davor und es gibt nicht nur einen dominanten Kater, der alles bekommt.

Kater fressen aus Futterautomat
Die Kater bei der Fütterung.

Pro und Kontra

Hier also Pro und Kontra des Futterautomaten “PetPod” auf einen Blick:

Pro:

  • Einfach und präzise einstellbar
  • Leicht befüllbar und abwaschbar
  • Durch etwas Klebeband “einbruchsicher”
  • Für zwei Katzen gleichzeitig geeignet

Kontra:

  • Teuer in der Anschaffung (verglichen mit Automaten für 1 Katze)
  • Klebeband nötig, um ihn “einbruchsicher” zu machen

Das Urteil

Nach der Eingewöhnungsphase hat sich der Automat nun seit einigen Tagen sehr gut bewährt. Durch etwas Klebeband konnten die Kater ihn nicht mehr knacken – inzwischen warten sie einfach, bis sie ihn hören und rennen dann zum Fressen hin. Das Einstellen ist denkbar einfach und der Automat funktioniert bisher sehr zuverlässig.

Obwohl die Anschaffung vergleichsweise teuer war (wir haben 65,- EUR dafür gezahlt, auf Amazon (Partnerlink) habe ich den Automat schon etwas günstiger aber auch etwas teurer gesehen), erfüllt er genau die Anforderungen, die wir für einen Futterautomaten für zwei Kater hatten: Er ist zeitgesteuert und füttert zwei Katzen auf einmal.

Ich kann das Gerät daher uneingeschränkt empfehlen – nicht nur, weil ich bei meiner Suche auf nichts Vergleichbares gestoßen bin, wenn es um das zeitgesteuerte Füttern von zwei Katzen geht, sondern auch, weil der PetPod einfach ein gutes, stabiles Produkt ist das tut, was es verspricht.

Wer nur eine Katze füttern will und etwas Einbruchsichereres möchte, kann sich dagegen meinen Test des Amzdeal-Futterautomaten ansehen.

Bitte fleißig weitersagen!
Kategorien: Katze und Futter

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